Startseite Markets Discover New Experiences – Mobile Media ist Mainstream

Discover New Experiences – Mobile Media ist Mainstream

von EntrepreneurRATGEBER

Die Medienwelt wird immer mobiler. Zunehmend ist das Publikum von unterschiedlichsten Mobile Devices umgehen. Smartphones und -watches, Sprachassistenten und IoT-Anwendungen erweitern die Realität um zahlreiche Informationsebenen. Mit der neuen Generation kabelloser Virtual-Reality-Brillen können die Nutzer nun auch an jedem beliebigen Ort in fremde Welten eintauchen und sich frei im Raum bewegen. Die Herausforderungen und Chancen neuer Technologien im Bereich Mobile Media diskutierten Experten beim MobileMediaDay vor über 400 Teilnehmern. Bereits zum siebten Mal trafen sich digitale Pioniere und Medienmacher dazu in Würzburg.

“Mobile Media ist heute Mainstream! Mobile Media ist nicht nur bei der jungen Zielgruppe angekommen, auch bei Erwachsenen wird das Smartphone heute mehr genutzt als das Fernsehen. Und auch Journalisten und Journalistinnen erreichen ihre Zielgruppe zunehmend auf mobilen Plattformen”, so Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). “Die digitale Medienrevolution hat unseren Medienalltag mobil gemacht. Es ist an uns, diesen Alltag mitzugestalten.”

In seiner Keynote zum Thema “The mobile state of mind” zeigte Dirk von Gehlen, Leiter Abteilung Social Media/Innovation bei der Süddeutsche Zeitung, 12 Dinge auf, die mobil denkende Menschen tun. “Mobil denkende Menschen wissen gar nicht, dass sie mobil denken: Sie denken aus Nutzer-Perspektive. Mobiles Denken heißt also einen Mehrwert für den Nutzer zu generieren.”, so von Gehlen. “Für mobil denkende Menschen ist die Überforderung kein Problem, sondern der Default-Modus unserer Zeit.”

Sein Fazit: Mobiles Denken bedeutet mehr, als an “Handys” zu denken. Mobiles Denken heiße vor allem, nie fertig zu sein. Zusätzlich wissen mobil denkende Menschen, dass Screens und Mobiltelefone nur eine Übergangslösung sind, um digitale Eingabetechnik zu etablieren – sie denken bereits in der Post-Screen-Era. Mobil denkende Menschen glauben außerdem stets, dass auch das Gegenteil richtig sein könnte. Man müsse die Argumente der Gegenseite kennen, um dazuzulernen. Die zentrale Idee der Meinungsfreiheit: Wir haben das Recht, die eigene Meinung zu ändern. Es ist das größte Privileg, welches wir in dieser Gesellschaft haben. Von Gehlens abschließender Tipp: “Bleiben Sie gedanklich in Bewegung.”

Petra Dahm, Vorstandsmitglied des Extended Reality Bavaria e.V. und Mitgründerin des Social Start-ups Stell dir V(o)R, nahm in ihrem Vortrag “Virtual Reality Unbound” die Technologien der mobilen Zukunft unter die Lupe. Durch künstliche Intelligenz, 5G und immer bessere Software erhielten Augmented Reality, Virtual Reality und Mixed Reality immer rasanteren Einzug in den Alltag. Branchenchancen sieht sie vor allem im Bereich Immersive Media und Shared Experiences.

Maren Urner, Professorin für Medienpsychologie und Mitgründerin von Perspectiv Daily forderte das Publikum zum Quiz auf und zeigte, warum Menschen so anfällig für negative mediale Berichterstattung sind. Wie es dennoch möglich ist mit konstruktivem Journalismus ein realistischeres Weltbild abzubilden, zeigte Urner in ihrem Vortrag: Die Frage nach dem “wie kann es weitergehen”, sollte bei der journalistischen Arbeit mehr in den Fokus rücken, so Urner.

Den Abschluss des Tages bildete ein Streitgespräch zum Thema Influencer-Marketing mit André Braun, Gründer und Geschäftsführer von Fivee, und Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Journalist und Dozent. YouTube nehme zwar als Plattform für Influencer Marketing ab, dafür zeigte sich bei den anderen Plattformen, wie Instagram und TikTok, eine Zunahme. Außerdem werde deutlich, dass viele Unternehmen zunehmend auf Mikro-Influencer setzen.

(ots)

Bildquellen

  • MobileMediaDay 2019: obs/Medien.Bayern GmbH/Benjamin Brückner